Historie Wasserwerk - Technik

1928

Gründung des Wasserverbandes "Gruppenwasserwerk Gerauer Land" unter dem Vorsitz des damaligen Bürgermeisters von Groß-Gerau Dr. Lüdecke

1929

Auslegung des Wasserwerks auf max. Fördermenge von 2.500 cbm/Tag

Genehmigte wasserrechtliche Entnahmemenge:     
1,8 Mio cbm/Jahr
Haushaltsvolumen:     
180.000 RM
Einwohner im Versorgungsgebiet:     
15.000
Jahresverbrauch:     
350.000 cbm
Versorgungsnetz:     
ca. 80 km
Hausanschlüsse     
2.355

  • 4 Tiefbrunnen mit einer Förderleistung von je 80 cbm/h
  • eine offene Filteranlage als Aufbereitungsanlage
  • ein Speicherraum von 80 cbm im Werk und 500 cbm im Hochbehälter
  • Wasserturm
  • drei Netzpumpen mit Förderleistung von je 80 cbm/h
  • Steuerung der Netzpumpen über Handsteuerung (am Bett des Werkleiters im Wohnhaus war eine Klingel, aufgestanden, Pumpen über Handsteuerung in Betrieb gesetzt, wieder schlafen gegangen)


Werkspersonal:
Gesamt 2
1 Werkleiter (Meister)
1 Betriebsmonteur
6 Rohrmeister

1930

18./19. Oktober Einweihung des Wasserwerkes/Wasserturm

1950

1. Erweiterung um 2 weitere Brunnen (gesamt 6)

geschlossene Filteranlage neben der bestehenden offenen Anlage
zusätzlicher Reinwasserbehälter 800 cbm (Inbetriebnahme 1955)
zwei Pumpensätze mit Leistung 150 cbm/h und 250 cbm/h

1961 - 1966

2. Erweiterung

1. Abschnitt 1961 - 1962 (3,6 Mio DM)
Fernleitungen nach Trebur und Astheim
Wasserbehälter Trebur mit 1500 cbm und Pumpwerk
Beginn neue Brunnengalerie im Stadtwald mit 1 Brunnen

2. Abschnitt 1963 (1,5 Mio DM)
Fernleitung Geinsheim mit Anschlußleitung Hessenaue
Wasserversorgungsnetze Geinsheim und Hessenaue


3. Abschnitt bis 1966 (6,4 Mio DM)

5 weitere Brunnen im Stadtwald, Verbindungsleitung zum Wasserwerk
Leitungen nach Büttelborn, Klein-Gerau, Worfelden
Druckerhöhungsstation Worfelden
Neubau Wasserwerk wegen erforderlicher
Erweiterung der Aufbereitungsanlage, Pumpwerk, Reinwasserbehälter,
Betriebs- und Werkstatträumen (Einweihung 31. Okt. 1966)

seit 20.06.1966 Lieferung an die Riedwerke 3.500 cbm/Tag

31.10.1966 Einweihung des neuen Wasserwerkes durch den damaligen Verbandsvorsteher Bürgermeister Karl Martin

1964

Haushaltsvolumen:     
1,2 Mio DM
Einwohner:     
ca. 25.000
Jahresverbrauch:     
ca. 1 Mio/cbm
Versorgungsnetz:     
ca. 200 km
Hausanschlüsse:     
ca. 7500

Werkspersonal:
Gesamt 9
1 Werksleiter
8 Betriebsmonteure
10 Rohrmeister

1978

Genehmigte wasserrechtliche Entnahmemenge:     
3,6 Mio cbm
Haushaltsvolumen:     
5,1 Mio DM
Einwohner:     
ca. 43.000
Jahresverbrauch:     
2,2 Mio cbm
Versorgungsleitungen:     
ca. 247 km
Hausanschlüsse:     
ca. 10.200

Werkspersonal:
Gesamt 15
1 Werksleiter
13 Betriebsmonteure
1 Verwaltungsangestellte
8 Rohrmeister

1988

Anbau Verwaltungsgebäude und Niederbringung der Tiefbrunnen Nr.9 und 10

1998

Genehmigte wasserrechtliche Entnahmemenge     
4,2 Mio cbm
Haushaltsvolumen:     
20.3 Mio DM
Einwohner:     
ca. 56.000
Hausanschlüsse     
13.450
Versorgungsleitungen     
ca. 310 km
Wasserlieferung an die Verbandsgemeinden     
ca. 2,95 Mio.cbm/Jahr

Werkspersonal:
Gesamt 31
1 Kaufm. Leitung
1 Techn. Leitung
1 Wassermeister
1 Elektro-Meister
17 Betriebsmonteure
11 Verwaltungsangestellte

1999

Wasserrechtsbescheid bis 2014
3,2 Mio cbm Bewilligung
1,1 Mio cbm Erlaubnis (widerrufbar)

2000 bis heute

10 Tiefbrunnen, 39 - 69 m tief (dann 30 m Tonschicht, dann wieder Wasser)
Außendurchmesser Tiefbrunnen 1,20 m
von 10 Brunnen immer 7 im Wechsel in Betrieb
Unterwasserpumpen sind in 12 m Tiefe installiert
Tagesförderung zwischen 4.000 und 12.800 cbm
(Vergleich: Hausvolumen 1.000 cbm, 1 cbm = 8 Badewannenfüllungen)
10 Quarzkiesfilter pro Jahr ca. 50 To Eisenschlamm

Behälterspeicherraum:
Wasserwerk 3.000 cbm
Wasserturm 500 cbm
Trebur 3.000 cbm

Pumpendruck
Wasserwerk 5,2 bar
Trebur 5,4 bar

Fördermenge (gesamt rd. 2,9 Mio cbm):
Groß-Gerau:  
1.300 Tcbm

Büttelborn:    
585 Tcbm

Nauheim:    
421 Tcbm

Trebur:    
585 Tcbm

Filterspülungen:    
15 Tcbm

Fernleitungsverlust:    
36 Tcbm

Pro-Kopf-Verbrauch:
137l/Kopf/Tag (Bundesdurchschnitt mit 136l weltweit am
niedrigsten, USA Spitzenreiter mit 295l)

Leitungsnetz: 320 km
Hausanschlüsse: 14.257

Anzahl Wasserversorgungsunternehmen
Deutschland: 7.000
davon Förderung mehr als 1 Mio cbm/J: 927 = 13%
Hessen: 468
davon Förderung mehr als 1 Mio cbm/J: 65 = 14%