Wassergüte

Trinkwasser ist ein Lebensmittel, darüber hinaus das einzige, das unersetzbar ist.
Daran orientieren sich die außerordentlich strengen Gütevorschriften, die eingehalten werden müssen. Die Vorschriften sind aber nur so gut wie die tatsächlich ausgeführten Überwachungen und deren amtliche Kontrolle.

DieTrinkwasserverordnung gibt beides vor: Die Qualitätsmaßstäbe bei den mikrobiologischen und chemischen Untersuchungen sowie die dabei anzuwendenden Verfahren und die Häufigkeit der Untersuchungen. Dies ist in der Praxis Aufgabe der Wasserwerke. Darüber hinaus sind die öffentlichen Gesundheitsbehörden von Amts wegen gehalten, ebenfalls die Qualität des Trinkwassers regelmäßig zu überprüfen.

Für ein mit moderner Technik ausgestattetes Wasserversorgungsunternehmen wie das Wasserwerk Gerauer Land ist es selbstverständlich, sich nicht auf die Qualitätskontrolle am Werksausgang zu beschränken. Sie beginnt vielmehr bereits bei der Wassergewinnung. So werden alle 10 genutzten Tiefbrunnen regelmäßig untersucht.

Um sicher zu gehen, dass auf dem Transportweg bis zu den Verbrauchern die Qualität ebenfalls stimmt, werden an mehreren Stellen im 320 km langen Rohrnetz ebenfalls Proben entnommen und chemisch und mikrobiologisch überprüft.
Diese Untersuchungen werden von einem unabhängigen Diensleister durchgeführt.

Ein großer Teil der chemisch-physikalischen Analysen ist standardisiert und automatisiert. So lassen sich schnell und umfassend Messwerte gewinnen, die in einer Datenbank gespeichert werden.

Die umfassenden Qualitätskontrolle bietet größtmögliche Sicherheit, dass unser Trinkwasser jederzeit allen Anforderungen für den bestimmungsgemäßen Gebrauch genügt und sie in vielen Parametern weit übertrifft.

Qualitativ ist das Wasser vom Wasserwerk Gerauer Land kaum zu schlagen - und das zu extrem niedrigen Kosten! Im Vergleich mit kommerziellen Tafelwassern wird dies besonders deutlich.

Die genauen Werte können der ausführlichen Wasseranalyse (Gesamt) / Wasseranalyse (Kompakt) entnommen werden.

Ein Naturprodukt aus guten "Gründen"

Für die öffentliche Wasserversorgung gilt seit langem der in der DIN 2000 festgelegte Leitsatz einer möglichst von Natur aus hochwertigen Qualität des Trinkwassers. Sie soll sich an der Beschaffenheit eines ausreichend lange und durch genügend mächtige Bodenschichten gefilterten Grundwassers ausrichten.
Das Trinkwasser des Wasserwerkes Gerauer Land erfüllt diese Bedingungen.

Die Wasserversorgung für das Versorgungsgebietes des Wasserwerkes Gerauer Land stützt sich ausschließlich auf Grundwasser.

Die Trinkwasserverordnung, sie entspricht der einschlägigen EG-Richtlinien über Trinkwasser für den menschlichen Gebrauch, sichert von der gesetzlichen Seite her den besonderen Güteanspruch an das Trinkwasser. Risiken wie in anderen Lebensmittelbereichen müssen beim Trinkwasser ausgeschlossen sein. Das gilt nicht nur für gelegentlichen Konsum, sondern für lebenslangen Genuss. Die Trinkwasserverordnung sieht deshalb auch vor, die zulässigen Grenzwerte für Stör- und Schadstoffe nicht nur einzuhalten, sondern deren Vorkommen zu verringern.

Trinkwasser erfüllt diese zusätzlichen Anforderungen ebenfalls. Das ist der sorgsamen Wahl der Ressourcen, einer sicheren Technik bei Aufbereitung und Verteilung des Wassers und seiner umfassenden Kontrollen zu verdanken.

Uran

Für die Trinkwasserversorgung gibt es derzeit – ebenso wie für die Mineral- und
Tafelwasserabfüller !!! – keine festgelegten Grenzwerte für Uran.

Bei Uran geht es – entgegen der landläufigen Meinung - nicht um die Radioaktivität, sondern um den Einfluss von Schwermetallen wie z.B. Blei auf den menschlichen Organismus.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt einen Leitwert von 15 Microgramm je Liter Trinkwasser als lebenslang duldbarer Aufnahmewert.

Das Umweltbundesamt gab einen Leitwert für lebenslangen Genuss für ALLE Bevölkerungsgruppen (einschl. Kleinkinder und Säuglinge von 10 Microgramm je Liter an).

Nach einer Analyse vom 05.05.2015 beträgt der Uran-Wert am Ausgang Wasserwerk Gerauer Land 0,0007 mg/l - entspricht 0,7 µg/l - dass bedeutet wir unterschreiten die Leitwerte markant – um das 15- bis 20-fache.

Wasserhärte

Ob Trinkwasser hart oder weich ist, hängt davon ab, wie hoch der Anteil der sogenannten Erdalkalisalze (Härtebildner wie Calcium- und Magnesiumverbindungen) ist. Die Wasserhärte variiert von Region zu Region. Die geltenden Härtebereiche (°dH) reichen von weich (< 8,4 °dH) über mittel (8,4 – 14 ° dH) bis hart (> 14 ° dH).

Das Wasser vom Wasserwerk Gerauer Land liegt mit 17,2 °dH im Härtebereich hart.

Hartes Wasser ist gesund, weil es lebenswichtige Mineralien enthält. So ist Calcium ein wichtiger Baustoff für Knochen und Zähne sowie unentbehrlich für die Blutgerinnung. Magnesium wirkt positiv auf die Nerven, die Muskelarbeit sowie die Arterien und beugt Herzinfarkt vor.

Auch wenn ein hoher Gehalt an Calcium und Magnesium im Trinkwasser gesund ist, bei einigen Haushaltsgeräten können sie störende Kalkablagerungen verursachen.

Dazu einige Tipps:

 ·        Geschirrspüler entsprechend der Wasserhärte einstellen und regelmäßig Salz nachfüllen.

·         Dampfbügeleisen mit abgekochtem oder destilliertem Wasser füllen.

·         Haushaltskleingeräte regelmäßig entkalken, z. Bsp. mit verdünnter Zitronensäure.

 

Hinsichtlich der Möglichkeiten bzw. Verfahren zur dezentralen Enthärtung des Trinkwassers im privaten Bereich verweisen wir auf die beigefügte Ausarbeitung des "Bayrischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit".